Fitness für den Kopf

Sudoku oder Kreuzworträtsel lösen, jassen, tanzen, mit Freunden diskutieren und viel Bewegung an der frischen Luft. So halten wir unser Gehirn fit. Wer im richtigen Moment seine Aufmerksamkeit bündeln kann, ist effizient und erreicht seine Ziele einfacher.

Erst in den letzten Jahren wurden von der Forschung die nachhaltigen Auswirkungen von körperlicher Bewegung in den Gehirnzellen untersucht. Es ist belegt, dass Bewegung und Sport nicht nur unsere geistige und körperliche Verfassung verbessern, sondern auch einen direkten Einfluss auf das Lernen haben. Körperliche Aktivität verbessert das Potenzial des Gehirns, Dinge aufzunehmen und neue Informationen zu verarbeiten. Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass Bewegung das Lernen und die Hirnleistungsfähigkeit positiv beeinflusst. Das gilt sowohl für Kinder wie auch für Erwachsene. Studien zeigen, dass bei Menschen, die sich wenig bewegen, die geistige Leistungsfähigkeit mit dem Alter stärker abnimmt, als bei Personen, die sich regelmässig bewegen.

Mehr als nur Fitness
Bewegung bewirkt körperliches Wohlbefinden und wirkt auf geistige Prozesse. Das Gehirn ist ein flexibles und formbares (plastisches) Organ. Es muss trainiert werden wie ein Muskel. Körperliches Training optimiert die Gehirnfunktion, indem es die Plastizität unterstützt. Bewegung hält also nicht nur unser Herzkreislauf-System, sondern auch unseren Geist fit. Bei erhöhter körperlicher Aktivität wird die Gehirndurchblutung gesteigert. Dadurch werden die Nervenzellen im Gehirn besser mit Sauerstoff versorgt. Es werden neue Nervenverbindungen angeregt. Spannend ist auch die Erkenntnis der Neurowissenschaft, dass nicht nur in der Kindheit, sondern auch im Erwachsenenalter im Gehirn die Neubildung von Nervenzellen (Neurogenese) stattfinden kann. Diese Neubildung von Nervenzellen kann durch Umweltreize – also beispielsweise Bewegung – stimuliert.


Ausdauer ist gut für das Gehirn

Wir haben es schon so oft gehört: Wir sollten uns mindestens eine halbe Stunde pro Tag körperlich betätigen. Dennoch ist es nicht ganz einfach, diese Empfehlung umzusetzen. Wenn es Ihnen bereits gelingt – Gratulation! Die tägliche halbe Stunde ist gut, mehr wäre besser. Die halbe Stunde täglich ist das Minimum, das Ihr Körper und Geist brauchen, um gesund zu bleiben. Unser Stoffwechselsystem ist auf Ausdauer angelegt. Wir müssen uns bewegen, um unseren Körper und unser Gehirn in optimaler Kondition zu halten. Tanken Sie also, so oft es geht, frische Luft. Empfohlen wird: drei Mal pro Woche Ausdauertraining (45 bis 60 Minuten), zwei Mal pro Woche Kraft- und Beweglichkeitstraining. Auf keinen Fall soll an dieser Stelle übermässiges Sporttreiben angepriesen werden; Körper und Gehirn brauchen auch Erholung.


Bewegungspausen

Können wir uns vor einer Arbeit, die Konzentration erfordert, bewegen, sind unsere Sinne geschärft, die Stimmung besser. Wir sind ausgeglichener

und fühlen uns stärker. Bauen Sie Bewegungspausen in Ihren Alltag ein. Beispiele sind:

  • Trampolin springen
  • Vor einer wichtigen Besprechung eine Runde Darts spielen
  • In zügigem Tempo spazieren gehen
  • schwimmen, laufen, Fahrrad fahren
  • zwischendurch mal einen Sprint einlegen


Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!

Der Bewegung wird schon fast die Bedeutung eines Allerheilmittels zugeschrieben. Es ist faszinierend, welche vielseitigen Wirkungen Bewegung auf Körper, Geist und Psyche hat. Die Zusammenhänge sind komplex und verschiedene Forschungsbereiche bringen immer wieder neue aufschlussreiche Belege hervor. Schon manch ein Arzt wünschte sich, es gäbe die vielseitigen Wirkungen von Bewegung und Sport in Tablettenform. Nutzen Sie das Potenzial!

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