Geschäftsbericht 2010

Die Teuerung im Gesundheitswesen war 2010 insgesamt weniger hoch als erwartet
Die Kosten für die Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung) in der Schweiz stiegen im Jahr 2010 um CHF 35.3 Mio. auf insgesamt CHF 1.66 Mia. Dies entspricht einem Gesamtkostenanstieg von 2.2 %. Diese moderate Entwicklung zeigt, dass die Massnahmen der Politik und der Krankenversicherer, insbesondere im Leistungsmanagement, Wirkung zeigen. 

Für eine generelle Entwarnung ist es jedoch noch zu früh 
Das zeigt ein Blick auf die wichtigsten Kostengruppen der Grundversicherung. Zwar blieben die Kosten für Arztbehandlungen, Medikamente und stationäre Spitalbehandlungen bei den von der CONCORDIA grundversicherten Personen konstant. Teilweise waren sie sogar leicht rückläufig. Doch die Kosten für ambulante Spitalbehandlungen – das grosse Sorgenkind bei der Kostenentwicklung – stiegen auch 2010. Demgegenüber blieben die Kosten für Pflegeleistungen gleich wie im Vorjahr. Das widerspiegelt den Trend, dass sich Versicherte statt im Pflegeheim immer öfter von der Spitex zuhause betreuen lassen. 

Die Grundversicherungskosten im Fürstentum Liechtenstein blieben auf hohem Niveau stabil
Die Durchschnittskosten pro versicherte Person betrugen im Jahr 2010 CHF 3’715 gegenüber CHF 3’723 im Vorjahr. Diese Entwicklung ist erfreulich. Trotzdem sind die Kosten für Gesundheitsleistungen im Vergleich zur Schweiz, wo sie CHF 3’137 betragen, immer noch sehr hoch.

Kostensteigerung


Erfolge und Herausforderungen
Die CONCORDIA richtet ihr spezielles Augenmerk auf ein effektives und effizientes Leistungsmanagement. Eine Herausforderung stellt dabei die seit Jahren steigende Zahl der Rechnungen dar, die verarbeitet werden müssen. Im Jahr 2010 nahm diese Zahl um 6.3 % zu. Insgesamt wurden 5.2 Mio. Rechnungen geprüft und verarbeitet. Die Mehrbelastung konnten wir wie in den Vorjahren ohne zusätzliche Mitarbeitende allein mit erhöhter Produktivität bewältigen. Dieser Effort ging in keinem Moment auf Kosten der Qualität. Im Gegenteil: Wir konnten die Gesamtsumme der erzielten Einsparungen erfreulicherweise auch im Jahr 2010 weiter auf insgesamt CHF 220 Mio steigern.

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