Prämienkorrektur gemäss Artikel 106 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG)

Die in den Jahren 1996 bis 2013 entstandenen Ungleichgewichte bei den Prämienniveaus zwischen den Kantonen werden von 2015 bis 2017 ausgeglichen.


Bei diesen kantonalen Ungleichgewichten handelt es sich um unterschiedliche Verhältnisse zwischen Prämien und Leistungskosten in den einzelnen Kantonen.

 

Im Frühling 2014 hat das Parlament entschieden, dass diese unterschiedlichen Prämienniveaus nicht wie bisher über Prämienanpassungen in der Zukunft auszugleichen seien. Stattdessen sollen sie rückwirkend umverteilt werden, und zwar in den Jahren 2015 bis 2017. Über die Umsetzung hat der Bundesrat abschliessend mit einer Verordnung entschieden.

 

Wer profitiert 2016 von der Umverteilung?
Von dieser Umverteilung profitieren 2016 voraussichtlich Versicherte, die ihren Wohnsitz am 1. Januar 2016 in den Kantonen AI, FR, GE, GR, TI, TG, VD, ZG und ZH haben. Ihnen wird im Juni 2016 der entsprechende Betrag ausbezahlt.

 

Wer muss 2016 einen Prämienzuschlag entrichten?
2016 müssen Versicherte, die ihren Wohnsitz am 1. Januar in den Kantonen AR, BE, BL, GL, JU, LU, NW, OW, SH, SO und UR haben, einen Teil dieser Umverteilung mit einem monatlichen Prämienzuschlag mitfinanzieren. Dieser Prämienzuschlag, der aber nie höher ist als die Rückerstattung aus den Umweltabgaben, unterscheidet sich von Kanton zu Kanton. Er ist auf der Police der betroffenen Versicherten als Kantonaler Zuschlag Art. 106 Abs. 1 KVG ausgewiesen.


Wen betrifft 2016 die Umverteilung nicht?
Die Kantone AG, BS, NE, SZ, SG und VS betrifft die Umverteilung nicht. Die Versicherten in diesen Kantonen bekommen also keinen Betrag ausbezahlt, müssen aber auch keinen Zuschlag bezahlen.

 

Prämienrechner


 

Ihre CONCORDIA-Agentur