Die Gesundheit ist die Summe aller Puzzle-Teile.

Der Magen - unser Verdauungsprofi

Der Magen Der Magen ist ein wichtiger Teil unseres Verdauungstraktes. Er dient vor allem zur Zerkleinerung und Speicherung von Speisen, bevor diese kontrolliert in den Darm zur Verdauung weitergeleitet werden. Das Hohlorgan - ein gekrümmter Schlauch aus Muskelgewebe - vermischt die aufgenommene Nahrung mit saurem Magensaft (etwa 2 - 3 l pro Tag) und zerkleinert so die Speisen. Wieviel Fassungsvermögen unser Magen hat, wird von unserem Körpergewicht und Körpergrösse sowie unserem Geschlecht bestimmt. Auch unsere Essgewohnheiten haben einen Einfluss darauf. Durchschnittlich gehen wir von 1.5 l Inhalt aus. 

Wie lange Essen in unserem Magen gespeichert wird, hängt sehr stark davon ab, was und wieviel wir essen. Während Gemüse und Obst nur gerade mal eine Stunde im Magen verbleiben, wird fetthaltige Nahrung für bis zu acht Stunden gespeichert. Das heisst, bei schwerer Kost hat der Magen viel mehr zu arbeiten als bei leichter Nahrung. 

Tipps, die nicht auf den Magen schlagen:

  • Unser Magen liebt regelmässige Mahlzeiten in kleinen Portionen.
  • Haben wir das Essen zu sehr genossen und leiden unter Völlegefühl, helfen uns bittere Pflanzenzubereitungen aus Wermut, Enzianwurzel, Kalmus und Schafgarbe. Diese Pflanzen stärken unseren Magen und regen die Produktion von Verdauungssäften an.
  • Magenschonende Speisen wie fettarme Milch, Joghurt, Sauermilch und milde Käsesorten mit einem Fettgehalt unter 45 Prozent sowie fettarmes Fleisch und Fisch, grünes Gemüse, Nudeln, Brot und Reis werden gut vertragen und verdaut.
  • Nicht zuletzt, sollten wir zucker- und fettreiche, sehr scharfe oder salzige, sehr heisse oder sehr kalte Speisen vermeiden, da sie die einfache und rasche Verdauung verhindern und Beschwerden verursachen können.

Quelle: Faller, A. (2016), Der Körper des Menschen, Georg Thieme Verlag KG, 17. überarbeitete Auflage.