Zucker – unser süsser Liebling

Bereits von klein auf entwickeln wir eine Geschmacksvorliebe für Süsses, denn die Muttermilch schmeckt süss. Diese Süsse und die damit verbundene Zuneigung prägen uns ein Leben lang.

Löffel mit Zucker «Eigentlich bin ich satt, aber etwas Süsses …» Und schon verschwindet der Schokoriegel Stück für Stück im Mund. Woher kommt das Bedürfnis nach Süssem? Marlène Gautschi, diplomierte Ernährungsberaterin und CONCORDIA-Expertin, erklärt: «Es gibt zwei Aspekte, die eine Rolle spielen: der psychologische und der physiologische.»

Süsses hellt die Stimmung auf

Gummibärli als Trostpflaster, Schokolade als Belohnung – schon früh lernen wir, Süsses mit etwas Erfreulichem zu verbinden. Wen wundert es da, dass wir bei negativen Gefühlen und Stimmungen ein fast unbändiges Verlangen nach Süssem verspüren. Sei es, dass wir unsicher, enttäuscht, gestresst oder sehr müde sind. Oder, dass uns Schmerz, Trauer oder Kummer belastet. Süsse Speisen und Naschereien verhelfen dank dem Blutzuckeranstieg zu einer Stimmungsaufhellung. 


Süsses als schnelle Energie

Unser Organismus arbeitet rund um die Uhr. Dabei verbraucht er Energie: zum Atmen, zum Laufen, für alles, was unseren «Betrieb» ausmacht. Die Energie gewinnen wir aus unseren Kohlenhydratspeichern in der Leber, in den Muskeln und aus dem Blutzucker. Hunger ist ein Signal, dass der Blutzuckerspiegel tief ist. Süsses geht schnell ins Blut und lässt den Blutzuckerspiegel ansteigen. Er sinkt aber auch schnell wieder, denn der Körper schüttet zur Verwertung des Blutzuckers Insulin aus.

Süsse Tipps ohne Reue

  • Süsses bewusst in kleinen Mengen geniessen. Da uns die Vorliebe für Süsses angeboren ist, sind Verbote kontraproduktiv.
  • Süsses bevorzugt im Anschluss an eine Mahlzeit geniessen und nicht zwischendurch. Danach Zähne putzen oder einen Kaugummi kauen.
  • Heisshunger kann ein Zeichen für eine unregelmässige und unausgewogene Ernährung sein.
  • Sich langsam an weniger Süsse gewöhnen.