Geschäftsbericht

Geschäftsjahr 2019


 


Geschäftsjahr 2019
Kunden profitieren von freiwilligen Auszahlungen

Das Jahr 2019 war für die CONCORDIA in finanzieller Hinsicht sehr positiv. Zwar stieg die Teuerung in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) um 5.7 %, was gegenüber dem Vorjahr zu einem tieferen versicherungstechnischen Ergebnis führte. Aufgrund der guten Entwicklungen an den Kapitalmärkten konnte jedoch in allen Sparten ein sehr gutes Anlageergebnis erzielt werden. Dies führte unter dem Strich bei beiden Gesellschaften zu einem Ertragsüberschuss. Insgesamt zahlte die CONCORDIA im Jahr 2019 CHF 171 Mio. freiwillig an ihre Versicherten aus.

 

Gesamtergebnis über alle Versicherungszweige Schweiz und Liechtenstein

Sowohl die obligatorische Krankenpflegeversicherung als auch die Zusatzversicherungen trugen zum erfreulichen Gesamtergebnis bei. Das gesamte Eigenkapital erhöhte sich um CHF 152 Mio. auf CHF 1.3 Mia., was einer Eigenkapitalquote von rund 42 % entspricht. Darüber hinaus verfügt die CONCORDIA über alle notwendigen Rückstellungen, um den finanziellen Verpflichtungen gegenüber ihren Kundinnen und Kunden jederzeit nachkommen zu können.
Kostenanstieg
Die verdienten Prämien erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um CHF 10 Mio. (+ 0.4 %) und betrugen CHF 2.8 Mia. Verursacht durch die hohe Teuerung stieg der Leistungsaufwand um CHF 163 Mio. (+ 6.7 %) auf knapp CHF 2.6 Mia.

Die CONCORDIA verwaltet Kapitalanlagen von rund CHF 2.7 Mia. Diese Mittel widerspiegeln die Rückstellungen und Reserven. Im Bereich der Kapitalanlagen hat der Erhalt des Vermögens für die CONCORDIA oberste Priorität. Aufgrund der ausserordentlich guten Entwicklungen an den Finanzmärkten fiel die Anlageperformance der CONCORDIA mit + 6 % (CONCORDIA Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung AG) und + 5 % (CONCORDIA Versicherungen AG) überaus positiv aus. Daraus resultierte ein Gewinn von rund CHF 115 Mio. Die CONCORDIA verfügt per Bilanzstichtag über Wertschwankungsrückstellungen von insgesamt CHF 420 Mio. Dies entspricht rund 16 % der ausgewiesenen Kapitalanlagen. Diese Rückstellungen dienen der Abfederung von Kursschwankungen in der Zukunft. Dadurch kann die CONCORDIA ihre Prämien unabhängig von negativen Entwicklungen an den Kapitalmärkten festlegen.

Versicherungen nach dem Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG)

Bei den Versicherungen nach KVG resultierte ein Ertragsüberschuss von CHF 62 Mio. Die steigenden Leistungsausgaben in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (+ 9.0 %) konnten durch die höheren Prämienerträge (+ 2.3 %) nur teilweise aufgefangen werden, wobei gegenüber dem Vorjahr ein um CHF 117 Mio. tieferes versicherungstechnisches Ergebnis (vor Rückstellungen) erzielt wurde. Die Reserven in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung liegen deutlich über den aufsichtsrechtlichen Solvenzanforderungen. Die Kundinnen und Kunden profitieren direkt von unserer finanziellen Stärke. Neben der freiwilligen Auszahlung von CHF 55 Mio. aus den Reserven wurden 2019 an die Versicherten in der Schweiz CHF 108 Mio. Prämienausgleich ausbezahlt. Auch die Kundinnen und Kunden in Liechtenstein kamen erstmals in den Genuss einer Auszahlung von CHF 8 Mio. Insgesamt zahlte die CONCORDIA im Jahr 2019 CHF 171 Mio. an ihre Kundinnen und Kunden aus.
Auszahlung

Tiefe Verwaltungskosten

Wir setzen alles daran, unsere Verwaltungskosten tief zu halten. Im letzten Jahr wurden bei der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) von einem Prämienfranken lediglich 4.8 Rappen für Verwaltungskosten ausgegeben.
Verwaltungskosten

Versicherungen nach dem Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG)

Aufgrund des Verkaufs des Firmenkundengeschäfts in der Schweiz sanken die Prämieneinnahmen in diesem Versicherungszweig um rund CHF 27 Mio. (- 4.7 %) auf rund CHF 548 Mio. Die Zahlungen für Versicherungsfälle nahmen zeitgleich um 0.9 % auf CHF 372 Mio. ab. Auf bereinigter Basis ergab sich eine Zunahme der Prämien und Leistungen um 2.7 % bzw. 6.7 %. Zusätzlich konnte auch im VVG-Bereich aufgrund der positiven Entwicklung an den Kapitalmärkten ein sehr gutes Anlageergebnis von CHF 24 Mio. erzielt werden. Diese Entwicklung führte bei den Versicherungen nach VVG in der Summe zu einem positiven Ergebnis von rund CHF 95 Mio. (Vorjahr CHF 60 Mio.).

Versicherungen nach dem Gesetz über die Krankenversicherung des Fürstentums Liechtenstein

Im Fürstentum Liechtenstein stieg der Leistungsaufwand gegenüber dem Vorjahr um rund 5.8 %. Diesem Leistungsanstieg standen jedoch nur 0.9 % mehr Prämien (inkl. Staatsbeitrag) entgegen. Aufgrund der positiven Entwicklungen an den Kapitalmärkten konnte auch in Liechtenstein ein sehr gutes Anlageergebnis von rund CHF 9 Mio. erzielt werden. Unter dem Strich schlossen die Versicherungen im Fürstentum Liechtenstein 2019 mit einem Ertragsüberschuss von rund CHF 16 Mio. ab (Vorjahr CHF 5 Mio.).
Finanzbericht

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