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SCHMERZEN BEIM SPORT    

Läuferknie

Das Knie schmerzt beim Joggen oder sogar beim normalen Gehen: vielleicht ein Läuferknie? Erfahren Sie, was Sie selbst dagegen tun können und wann Sie zum Arzt gehen sollten.

Sich fit zu halten, ist schön und gut, aber wenn jeder Schritt beim Joggen oder später sogar beim normalen Gehen schmerzt, läuft etwas falsch. Haben Sie das bei sich selbst beobachtet? Womöglich leiden Sie unter dem Läuferknie. Das Läuferknie, ein Überlastungssyndrom am äusseren Kniegelenk, ist unter Hobbyläufern, Marathonfreaks und Radrennfahrern ziemlich weit verbreitet. Die Schmerzen kommen ganz allmählich. Am Anfang spüren Sie am Knie nur ein leichtes Ziehen nach dem Joggen. Dann schmerzt das Knie beim Joggen. Beachten Sie dieses Warnsignal weiterhin nicht, kann es sein, dass Ihr Knie sogar beim normalen Gehen schmerzt. Doch was ist der Grund für Ihre Schmerzen?

Knie und Hüfte sind durch einen langen Strang aus Bindegewebe verbunden. Dieser Strang unterstützt die Muskeln und stabilisiert das Bein bei sportlichen Aktivitäten. An der Ansatzstelle am Knie fangen Schleimbeutel die hohen Druckbelastungen ab. Wird aber ständig Stress auf die Schleimbeutel und die Knochenhaut ausgeübt, können sie sich entzünden – die Folge: Jeder Schritt tut weh und an weiteres Training ist gar nicht zu denken!

 

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DAS KÖNNEN SIE SELBST TUN

Pausieren Sie! Wenn Sie Schmerzen haben, ist dies immer ein Warnsignal, dass es dem Körper zu viel ist. Zu viel Belastung, zu viel Training – das bringt auf Dauer keinen Erfolg, sondern langfristige Schäden.

Neben der Trainingspause ist das Kühlen der schmerzenden Stelle eine geeignete Massnahme: Eis- oder Kühlelemente mit einem Tuch umwickeln, damit sie keine Erfrierungen verursachen, und die Stelle etwa 10 bis 15 Minuten kühlen. Wenn Sie das mehrmals am Tag machen, kann es Ihnen schnell besser gehen. Häufig haben Läufer zwar eine gute Beinmuskulatur, aber die Rumpfmuskulatur wird vernachlässigt. Mit bestimmten Übungen kann die Rumpf- und Hüftmuskulatur gestärkt werden, um dem Läuferknie vorzubeugen beziehungsweise die vorhandenen Beschwerden unter Kontrolle zu bekommen: Zur Stärkung der Rumpfmuskulatur beispielsweise mit Sit-ups die Bauchmuskulatur kräftigen und die Rückenmuskulatur durch Rumpfheben trainieren. Die Oberschenkel kann man gut stärken durch Kniebeugen, mit oder ohne Unterstützung durch Gewichte. Ausserdem sollte die Muskulatur an der Aussenseite des Oberschenkels vor jedem Training gedehnt werden. Sind die Beschwerden verschwunden, können Sie das Training wieder aufnehmen. Aber bitte ganz gemütlich: Mit kleinen Einheiten beginnen und ganz langsam die Dauer und Intensität steigern, sonst setzt das Läuferknie Sie bald wieder ausser Gefecht! Zur Entlastung und Schonung des Kniegelenks hilft vorübergehend auch ein Fächerverband mit einer elastischen Binde oder eine Kniebandage.

 

DAS MACHT DER ARZT

Ihr Arzt kann Ihnen Physiotherapie verordnen. Dort lernen Sie, wie Sie Ihre Muskeln vor dem Laufen dehnen und damit das Läuferknie in Zukunft vermeiden. Teilweise kann auch das Kinesio-Tape helfen. Bei dieser Therapie werden Klebestreifen auf der Haut fixiert, sodass Ihre Muskeln und das Bindegewebe entlastet werden. Haben Sie stark ausgeprägte O-Beine oder andere Fehlstellungen in den Gelenken, können speziell angepasste Einlagen zur Entlastung beitragen. Sind die Schmerzen hartnäckig, kann Ihnen der Arzt Kortison in die entzündete Stelle spritzen und entzündungshemmende Medikamente wie Ibuprofen verschreiben.

Allerdings sind Kortisoninjektionen nie ganz ungefährlich: Wie bei jeder Injektion besteht die Gefahr, dass durch den Einstich Bakterien mit ins Gelenk eindringen, und zum anderen schädigen häufige Kortisoninjektionen die umliegenden Gewebestrukturen wie z. B. die entzündeten Sehnen. Daher sollten Gelenkinjektionen nur wenige Male vorgenommen werden.
 

Das PECH-Schema

Nach diesem Schema sollten akute Sportverletzungen behandelt werden:

Pause: Abbruch der sportlichen Tätigkeit, Untersuchung

Eis: Eiswasser beschaffen (etwa 30 Eiswürfel auf 2 Liter Wasser)

Kompression: Im Liegen Druckverband anlegen (lassen), bei dem ein in Eiswasser getauchter Schwamm auf der betroffenen Stelle mit einer in Eiswasser getauchten Binde umwickelt wird

Hochlagerung: verletztes Körperteil hochlagern