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AUCH AM COMPUTER ANZUTREFFEN    

Tennis- und Golferellenbogen

Schmerzen im Ellenbogen? Beim Tennis- oder Golferellenbogen sind die Sehnen und die Knochenhaut am Gelenk überlastet. Erfahren Sie, was Sie dagegen tun können und wann Sie zum Arzt sollten.

Ihre sonst so einmalige Vorhand schmerzt plötzlich, jeder Aufschlag tut weh. Ihr Ellenbogengelenk macht die Lust zur Qual. Nicht nur beim Schwingen des Schlägers schmerzt es, sondern auch das Tragen schwerer Einkaufstaschen wird mittlerweile eine schmerzhafte Angelegenheit für Sie. Ihre Sehnen und die Knochenhaut am Ellenbogengelenk sind durch die Überbelastung beim Sport so überreizt, dass jede weitere Belastung die Schmerzen womöglich verstärkt. Im schlimmsten Fall sind Sie nicht einmal mehr in der Lage, ein Konfitürenglas aufzuschrauben oder anderen die Hand zu schütteln. Aber nicht nur Überlastungen im Sport können die sogenannte Epikondylitis, also die Reizung der Knochenhaut am Ellenbogengelenk, auslösen. Wesentlich häufiger wird der «Tennisellenbogen» durch andere Tätigkeiten ausgelöst. Arbeiten Sie im Büro am Computer, so bekommen Sie bei Überlastung den «Mausarm».

Alle eintönigen Bewegungen mit dem Ellenbogengelenk bedeuten Dauerstress für Sehnen und Knochenhaut. Irgendwann ist es dann so weit und jede Bewegung, besonders das Drehen im Ellenbogengelenk, ist ohne Schmerzen kaum noch möglich. Handwerker, die ständig dieselbe Bewegung machen müssen, z. B. Schrauben andrehen, oder Fliessbandarbeiter sind genauso gefährdet wie Büroangestellte, die nur die Maus hin und her bewegen.

 

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DAS KÖNNEN SIE SELBST TUN

Zur Vorbeugung lässt sich vor allem ein Satz merken: Vermeiden Sie monotone Bewegungsabläufe. Wenn Sie einen Computerarbeitsplatz haben, sollten Sie darauf achten, dass Sie mal die «Maushand» wechseln. Schaffen Sie sich eine Computertastatur und eine Maus an, die ergonomisch geformt sind. Probieren Sie vor dem Kauf, ob die Ausstattung für Sie gut zu handhaben ist. Handwerker sollten, soweit möglich, elektrische Hilfsmittel einsetzen und, wenn es geht, häufiger den Arm wechseln.

Haben Sie sich die Schmerzen beim Sport zugezogen, sollten Sie Ihre Technik überprüfen. Häufig ist ein falscher Schwung, eine falsche Schlagtechnik Auslöser für den Schmerz. Lassen Sie Ihre Technik von einem Trainer überprüfen – auch eine Umstellung der Schlagtechnik oder des Schlägers kann hilfreich sein. Haben Sie bereits einen Tennisarm, so hilft Schonung. Ausserdem sollten Sie die schmerzende Stelle konsequent kühlen. Zusätzlich ist es wichtig, dass Sie regelmässig Dehnübungen machen. Die können Sie bei einer vom Arzt verschriebenen Physiotherapie erlernen. Es ist mühsam, sich an die einzelnen Schritte zu halten, aber nur so können Sie verhindern, dass der Tennisarm immer wieder auftritt.

 

DAS MACHT DER ARZT

Die Epikondylitis ist eine chronische Erkrankung, und bis sie wieder vollständig geheilt ist, verstreichen einige Wochen. Werden die Schmerzen trotz Schonung nicht besser, verschreibt Ihnen der Arzt eine sogenannte Epikondylitis-Spange. Zusätzlich dazu verordnet er Ihnen allenfalls Physiotherapie. Der Physiotherapeut dehnt und massiert die überlasteten Stellen, wendet Kälte und Wärme an und zeigt Ihnen auch Übungen, die Sie selbst durchführen können. Die Einnahme von schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten beschleunigt die Heilung. Zur akuten Linderung kann Ihnen Ihr Arzt in die schmerzhaften Stellen nur dort wirkende Schmerzmittel und gegebenenfalls Kortison injizieren – das macht es für Sie einfacher, bestimmte Bewegungen wieder schmerzfrei durchzuführen.

In ganz seltenen Fällen wird eine Operation notwendig, um die chronischen Schmerzen zu lindern.