Kräuter in der Küche. Frische Kresse sorgt für würzige Abwechslung.

Kresse: der frische Vitaminkick

Mit Kräutern zaubern Sie Frische auf den Teller, die schmeckt. Sind regionale Kräuter mit im Spiel, kommen auch Aroma und Raffinesse nicht zu kurz und Ihr Menüplan wird bunt und vielfältig. In diesem Beitrag stellen wir Ihnen die Kresse vor.

Besonders in den Winter- und Frühlingsmonaten, wenn das Angebot an frischem Gemüse klein ist, bringt die würzige Kresse eine willkommene Abwechslung mit einem Vitaminkick.
Brot mit Avocado und Kresse

Kresse: Sorten

Die Gartenkresse ist die bekannteste und am meisten verbreitete Art der Kressefamilie. Das grüne Kraut schmeckt ein bisschen wie Senf oder Rettich. Sie hat kleinere und feinere Blätter als die Brunnenkresse, die nur in sauberen, fliessenden Gewässern gedeiht und im Winterhalbjahr geerntet wird. Ihre feinen Blätter sind milder im Geschmack. Die dritte im Bund ist die Kapuzinerkresse mit ihren wunderschönen gelb-orangen Blüten. Die wenigsten Menschen wissen, dass von der Kapuzinerkresse nebst der Blüte auch die Blätter verwendet werden können.

Kresse: Gesundheitssteckbrief

Die Kresse ist ein richtiges Nährstoffpaket. Sie ist reich an Vitamin C, das vor Infektionen schützt. 50 g Kresse decken bereits einen Drittel des täglichen Vitamin-C-Bedarfs. Die scharf schmeckenden Senfölglykoside besitzen zudem eine antibakterielle Wirkung.

Wann hat Kresse Saison?

Die Gartenkresse hat das ganze Jahr Saison. Die Brunnenkresse wird ab September geerntet und die Ernte endet im Mai mit dem Beginn der Blüte. Die Kapuzinerkresse wird von Juni bis zum ersten Frost geerntet.

Drei Kressesorten

Kresse selber anpflanzen 

Kressesamen lassen sich bequem und hygienisch das ganze Jahr in einem Sprossen-Triebhüsli ziehen. Dazu füllt man die Sprossensamen am besten direkt ins Glas und bewässert sie. Das Wasser sollte zweimal täglich abgegossen werden. Bereits nach vier bis sechs Tagen sind die gesunden Sprossen genussfertig. Die Sprossen können auch ohne Triebhüsli und ohne Erde gezogen werden. Dazu einfach zwei bis vier Lagen feuchtes Haushaltspapier in ein flaches Gefäss legen und dicht mit Kressesamen bestreuen. Dann mit Klarsichtfolie bedeckt ca. fünf bis sieben Tage feucht halten und keimen lassen.

Die Kressesamen können ab Mitte Mai im Garten gesät werden.

Kresse ernten

Am einfachsten schneidet man mit der Schere die feinen Blätter ab. Sobald die Blüten da sind, verlieren die Pflanzen an Aroma. Die Kresse sollte erst direkt vor dem Essen geschnitten und nicht lange mitgekocht werden. So bleiben die gesunden Inhaltsstoffe erhalten. Am besten kurz vor dem Ende der Garzeit beigeben, unter den Salat mischen oder als grosszügige Dekoration auf den Teller geben.

Kresse als Topping auf Frischkäse und Radieschen

Kresse: unsere Tipps

Die Kresse schmeckt frisch am besten, egal ob Garten- oder Brunnenkresse. Sie passt optimal zu mildem Frischkäse oder Quark, zu Ei oder Fisch, aber auch als Ergänzung zum ebenfalls scharfen Radieschen. Das Kraut wie auch die Blüten eignen sich generell zur Dekoration auf Gerichten.

Kresse mal anders kombiniert 

Die Aromen von Kresse schmecken abgerundet, wenn man sie mit einer süssen und salzigen Zutat kombiniert, wie zum Beispiel mit Rahm. Für Gewagte passt Kresse auch zu Grapefruit und Orange. Ein Beispiel wäre ein Kressesalat mit Avocado und Orange.

Kresse: unser Rezept

Kresse-Quark-Brotaufstrich

Brot mit Kresse-Quark-Brotaufstrich

Für 4 Personen

  • 4 Scheiben Leinsamenbrot oder anderes Brot
  • 200 g Frischkäse Nature
  • Salz, Pfeffer
  • 20 g Kresse

Zubereitung:
Frischkäse mit Gewürzen schaumig rühren, auf Brot streichen. Dick mit Kresse belegen. Brot mit Radieschen- und Gurkenscheiben anreichern.

Tipp:
Passt auch zu Baked Potatoes, Tacos, Ofengemüse, Burger oder Gemüsetäschli. Anstelle von Brot eignen sich auch Knäckebrot oder Cracker.

Marlène Gautschi ist Ernährungsberaterin und beantwortet gerne ihre Fragen zum Thema Ernährung.

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