Eine Mutter hält ihren Sohn fest im Arm und sorgt sich um ihn, nachdem er auf den Kopf gefallen ist.

Ein Fall für concordiaMed – Gehirnerschütterung beim Kind

Ein Sturz auf den Kopf passiert bei Kindern schnell – beim Spielen, Toben oder in der Kita. Doch wann ist es harmlos und wann braucht es ärztliche Abklärung? Anhand einer realen telefonischen Beratung durch die 24-h-Gesundheitsberatung der CONCORDIA zeigen wir, welche Anzeichen bei einer Gehirnerschütterung ernst zu nehmen sind und wie Eltern oder betreuende Personen richtig reagieren.

   Kurz und einfach

Luca ist auf den Kopf gefallen.
Er spricht seltsam und ist sehr müde.
Vielleicht hat er eine Gehirnerschütterung.
Seine Mutter soll mit ihm ins Spital gehen.

Frau Matter, Mutter des 4-jährigen Luca, ruft bei concordiaMed an:
Mein Sohn Luca ist heute Morgen in der Kita von der Schaukel gestürzt und mit dem Kopf aufgeschlagen. Jetzt weiss ich nicht, ob ich deshalb mit ihm zum Arzt gehen soll.

Beraterin concordiaMed:
War Luca denn nach dem Sturz bewusstlos? Ist er aktuell ansprechbar?

Frau Matter:
Die Betreuerin hat mir gesagt, dass er sofort wieder aufgestanden ist und normal weitergespielt hat. Aber seit wir zuhause sind, redet er plötzlich wirres Zeug und wiederholt sich ständig.

Beraterin:
Erinnert er sich daran, dass er von der Schaukel gefallen ist?

Frau Matter:
Davon hat er nichts erzählt, deshalb denke ich, dass er nichts mehr davon weiss.

Beraterin:
Hat Luca eine äussere Verletzung am Kopf, zum Beispiel eine blutende Wunde oder eine spürbare Beule? Klagt er über Schmerzen?

Frau Matter:
Er hat eine kleine Beule an der Stirn, die ihm weh tut, wenn man sie berührt. Ich habe vorsichtshalber einen Eisbeutel daraufgelegt.

Beraterin:
Hat Luca vielleicht auch über Übelkeit geklagt oder sich sogar übergeben?

Frau Matter:
Nein, bisher nicht. Aber er ist im Moment ungewöhnlich müde und schläft zwischendurch immer wieder ein. Das kenne ich sonst gar nicht von ihm.

Beraterin:
Aufgrund der Symptome, die Sie mir angegeben haben, hat Luca wahrscheinlich eine Gehirnerschütterung erlitten. Das Gehirn schwimmt in einer schützenden Flüssigkeit, kann aber bei einem harten Schlag oder Stoss trotzdem gegen die Schädeldecke prallen. Dabei können Funktionsstörungen entstehen, die genau beobachtet werden müssen.

Deshalb sollten Sie sofort in die Notfallaufnahme gehen und ihn dort untersuchen lassen. 

Frau Matter:
Oh, meinen Sie, dass er im Spital bleiben muss?

Beraterin:
Wahrscheinlich wird er über Nacht dortbleiben müssen. Das kommt darauf an, ob ein Schädel-Hirn-Trauma vorliegt oder nicht. Aber wenn er keine Schädelfraktur hat, kann er wahrscheinlich morgen oder übermorgen wieder nach Hause.

Frau Matter:
Und darf er dann auch wieder in die Kita?

Beraterin:
Normalerweise wird empfohlen, das betroffene Kind erst einmal ein paar Tage zuhause zu behalten und mit etwas Ruhigem zu beschäftigen. Er sollte nicht rumtoben oder sich anstrengen. Auch sollte er nicht fernsehen oder mit dem Handy spielen, damit das Gehirn sich erholen kann. Aber Sie werden im Spital genaue Verhaltensanweisungen erhalten.

Frau Matter:
Danke vielmals für die Beratung.

Beraterin:
Alles Gute für Luca. Und wenn Sie weitere Fragen haben, rufen Sie einfach wieder an. Wir sind 24 Stunden erreichbar.

 

 Was tun bei Verdacht auf eine Gehirnerschütterung?

Ein Sturz auf den Kopf passiert bei Kindern schnell – beim Spielen, Toben oder in der Kita. Doch wann ist es harmlos und wann braucht es ärztliche Abklärung? Die Beraterinnen und Berater bei concordiaMed, der 24-h-Gesundheitsberatung der CONCORDIA, wissen, wie man sich im Falle einer möglichen Gehirnerschütterung verhalten soll. In jedem Fall gilt: Ausruhen und ärztlichen Rat einholen!

  • Bei einem harten Schlag auf den Kopf oder Nacken: Sportliche Aktivitäten sofort abbrechen.
  • Unbedingt zeitnah ärztlich abklären lassen, ob eine Gehirnerschütterung vorliegt – auch ohne «sichtbare» Symptome und Verletzungen.
  • Je nach ärztlicher Empfehlung körperlich und geistig ausruhen.
  • Verlauf und Intensität der Symptome genau beobachten.
Unsere Gesundheitsberatung concordiaMed hilft Ihnen gerne weiter: 
+41 41 210 02 50