Familiär und vielseitig: die KV-Lehre in der Versicherungsbranche
Zwei Schwestern, ein gemeinsamer Arbeitgeber und eine Lehre, die viele Möglichkeiten eröffnet. Nejra und Sejma Hadzic absolvieren beide ihre KV-Lehre bei der CONCORDIA. Im Interview erzählen sie, wie sie ihren Lehralltag erleben, was sie voneinander lernen und welche Tipps sie zukünftigen Lernenden mitgeben.
Während Nejra bereits im Abschlussjahr ist und auf wertvolle Erfahrungen zurückblickt, hat Sejma ihre KV-Lehre bei der CONCORDIA gerade erst begonnen. Trotz unterschiedlicher Ausgangspunkte verbindet die beiden Schwestern der gleiche Antrieb: Neues zu lernen, weiterzukommen und ihre berufliche Zukunft bewusst zu gestalten. Wir haben bei den beiden nachgefragt, wie es ist, wenn zwei Schwestern ihre Lehre im gleichen Betrieb machen.
Hallo zusammen: Als Erstes interessiert uns natürlich, wie es dazu gekommen ist, dass ihr beide eure Lehre bei der CONCORDIA macht?
Nejra: Im ersten Lehrjahr, als meine Schwester in der 2. Sekundarstufe war, habe ich zu Hause viel Gutes von meiner Lehre erzählt und dass es mir sehr gefällt. Das hat ihr Interesse geweckt und sie entschied sich, eine Schnupperlehre bei der CONCORDIA zu absolvieren. Danach konnte sie meine positiven Erfahrungen bestätigen und bewarb sich schlussendlich auch dort.
Sejma: Schon als Kind haben wir die meisten Dinge zusammen gemacht und ich bin oft ihren Spuren gefolgt. Weil die Berufswahl eine grosse Entscheidung ist und ich beim Schnuppern einen guten Eindruck erhalten habe, entschied ich mich dazu, die Lehre auch bei der CONCORDIA zu machen.
Hattet ihr Bedenken, zusammen im gleichen Betrieb zu arbeiten?
Nejra: Nein, ich war von Anfang an dafür, dass sich Sejma bei der CONCORDIA bewirbt. Ausserdem freue ich mich, dass auch sie von einer sehr guten Arbeitgeberin und einem interessanten Umfeld für ihre Ausbildung profitieren kann.
Sejma: Ich hatte nie Bedenken, da ich mich schon stark daran gewöhnt hatte, oft mit Nejra zusammen zu sein. Durch sie wusste ich auch schon vieles über die CONCORDIA, bevor ich überhaupt mit der Lehre begonnen habe. Das war natürlich ein grosser Vorteil.
Habt ihr bei eurer täglichen Arbeit auch miteinander zu tun?
Nejra: Ganz selten. Bisher war ihr Team in ihrer Abteilung nie für meines zuständig oder umgekehrt.
Sejma: Leider nicht, aber vielleicht ändert sich das noch. Das wäre bestimmt eine spannende Erfahrung.
Dein Berufseinstieg bei der CONCORDIA
Gibt es Situationen, in denen ihr euch gegenseitig bei der Arbeit oder in der Berufsschule helfen könnt?
Nejra: Bei der Arbeit unterstützen wir uns oft bei fachlichen Fragen. Sie war beispielsweise bereits in der Leistungsabteilung, ich in der Finanzbuchhaltung. So können wir uns gegenseitig helfen. Sejma ist hingegen sehr selbstständig beim Lernen. Bisher hat sie mich zum Beispiel beim Schulstoff noch nie um Hilfe gebeten.
Sejma: Weil sie schon in den Teams war, in denen ich aktuell bin, kann sie mir immer wieder mal helfen, wenn ich eine kurze Verständnisfrage habe. Auch über die Schule, Abschlussprüfungen und Noten bin ich dank ihr bestens informiert und ich weiss, was in den nächsten zwei Jahren auf mich zukommen wird.
Wie habt ihr das Bewerbungsverfahren erlebt?
Nejra: Bei mir ist das schon etwas länger her. Aber ich habe in der 2. Sekundarstufe zweimal bei der CONCORDIA geschnuppert und es hat mir beide Male sehr gefallen. Kurz darauf habe ich mich beworben und wurde zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Daran kann ich mich noch gut erinnern: Ich war unglaublich nervös, weil es mein erstes Bewerbungsgespräch war. Glücklicherweise verlief es gut und ich erhielt nach einigen Tagen meine Zusage für die Lehrstelle.
Sejma: Ich wusste schon lange, dass ich eine Lehre als Kauffrau machen wollte. Mir gefällt die Abwechslung aus Kundenkontakt und Büroarbeit. Als Kauffrau hat man ein sehr abwechslungsreiches Aufgabengebiet. Bei mir war der Prozess etwas anders: Nach meinem ersten Schnuppertag wurde ich zum sogenannten «Recruiting Day» eingeladen. Dort hatte ich mein Bewerbungsgespräch, absolvierte einen IQ-Test und durfte eine Eventplanungs-Simulation durchführen. Dabei plant man selbstständig einen kleinen, fiktiven Event und kann auf eine andere Art seine Fähigkeiten zeigen. In den Sommerferien habe ich dann meine definitive Zusage per E-Mail bekommen.
Was war bisher euer schönster oder prägendster Moment in der Lehre?
Nejra: Eines der grössten Highlights der Lehre sind für mich definitiv die gemeinsamen Lernendenausflüge. Jedes Jahr organisieren die Lernenden im letzten Lehrjahr einen Ausflug für alle Lernenden der CONCORDIA in der Schweiz. Dieser findet meistens im Frühling statt. Ein weiterer grosser Pluspunkt sind die Vorteile für Lernende: Das GA erhalten wir für CHF 40 im Monat, die Schulbücher werden komplett bezahlt und für den Schullaptop bekommen wir einen Zustupf von CHF 500.
Sejma: Auch für mich war der Lernendenausflug einer der bisherigen Höhepunkte. Besonders schön finde ich aber auch die Lernendenaustausche, weil man dort viele andere Lernenden wieder trifft. Die Beteiligung an der Mobilität ist auch für mich ein grosser Pluspunkt. Mit dem GA kann man nämlich auch neue Städte in der Schweiz besuchen, die man vorher noch nicht kannte. Meine Mitlernenden und ich nutzen das ab und zu für gemeinsame GA-Ausflüge.
Sejma, weisst du bereits, was dich in den nächsten beiden Lehrjahren bei der CONCORDIA erwartet? Worauf freust du dich besonders?
Sejma: Ich weiss, in welche Teams ich als nächstes arbeiten werde. Darauf freue ich mich, weil ich schon viel Positives von den Abteilungen gehört habe. Besonders gespannt bin ich darauf, viel Neues in den Bereichen zu lernen und künftig mehr Kundenkontakt zu haben.
Wie sehen eure beruflichen Ziele aus?
Nejra: Nach der Lehre mache ich ein Jahr lang den Vorbereitungskurs für die pädagogische Hochschule in Luzern, werde aber nebenbei noch Teilzeit arbeiten. Nach meinem Vorbereitungskurs möchte ich an der PH studieren, um Primarlehrerin zu werden.
Sejma: Als erstes möchte ich natürlich meine Lehre erfolgreich abschliessen. Danach möchte ich mich ebenfalls gerne weiterbilden. In welche Richtung es gehen wird, ist aber noch offen. Mit der KV-Lehre hat man aber eine gute Grundlage für unterschiedliche Richtungen.
Welchen Rat würdet ihr zukünftigen Lernenden mit auf den Weg geben?
Nejra: Mein wichtigster Tipp ist folgender: Macht euch von Anfang an gute Notizen zu Abläufen, Fachbegriffen, Systemen oder Ansprechpersonen und fragt nach, wenn etwas unklar ist. Auf diese Notizen könnt ihr dann immer zurückgreifen, wenn ihr sie braucht oder etwas nicht mehr wisst.
Sejma: Man sollte sich vom Wechsel in die Lehre nicht zu sehr stressen lassen. Am Anfang ist natürlich vieles neu, aber man lebt sich schnell ein und findet den eigenen Rhythmus.