Frau, die auf Weltreise ist. Sie trägt einen blauen Rucksack und schaut aufs Meer.

Weltreise & Langzeitferien: Wie sich Budget und Job regeln lassen

Wie kann ich den Traum von der Reise finanziell stemmen? Soll ich meinen Job kündigen? Mitarbeitende der CONCORDIA erzählen, wie sie es gemacht haben und welche Bedenken sie hatten.

   Kurz und einfach

Für eine lange Reise kann man sparen.
Manche kündigen die Arbeit für eine Weltreise.
Bei der CONCORDIA kann man Ferien dazukaufen.

 

Wer eine längere Reise plant, steht früher oder später vor der Frage: Ist das Abenteuer finanziell machbar und wenn ja, wie? Die Antwort fällt für jede reiselustige Person unterschiedlich aus. Welche Erwartungen habe ich an die Unterkunft? Wie reise ich? Wohin reise ich? Je nach Ansprüchen kann ein Reisebudget weit auseinanderliegen.

Wir haben gespart. 
So lautete die einhellige Antwort unserer befragten Mitarbeitenden

«Wir haben gespart», so lautete die einhellige Antwort unserer befragten Mitarbeitenden auf die Frage, wie sie ihre Reise finanziell gestemmt haben. Einige sind in eine günstigere Wohnung oder sogar zurück ins Elternhaus gezogen, andere haben ihr Auto, einige weitgehend das komplette Hab und Gut verkauft. Auf der Reise sind Unterkünfte wie Hostels und AirBnB weitere Möglichkeiten, um das Budget im Rahmen zu halten.

 

Unsere Mitarbeitenden im Interview

Längere Auszeit zum Reisen: Was ist mit dem Job?

Ferien aufsparen, Ferientage dazu kaufen, unbezahlten Urlaub nehmen oder sogar kündigen: Je nach Job und Arbeitgebende sind verschiedene Möglichkeiten denkbar. «Wie habt ihr eure Auszeit jobtechnisch geregelt?», haben wir unsere Interviewpartnerinnen und -partner gefragt.

«Ich habe gekündigt», erklärt Sebastian, der damals bereits in der IT bei der CONCORDIA tätig war. «Ende März hatte ich meinen Chef informiert. Er hat recht offen reagiert. Das hat mir etwas Druck genommen, denn grundsätzlich habe ich meinen Job gern gemacht und fühlte mich im Team wohl. Ich bin eigentlich eher jemand, der länger als zwei Jahre bei einem Arbeitgeber bleibt, wenn die Bedingungen passen. Ende August war mein letzter Arbeitstag und im September ging es dann los.»

Und auch Carine, sie arbeitete zu dieser Zeit bereits bei der CONCORDIA, ist diesen Weg gegangen. «Mein Partner und ich haben beide gekündigt. Wir waren uns sicher, dass wir nach unserer Rückkehr wieder einen Job finden.» 

Fabian war zu dem Zeitpunkt selbstständig und angestellt bei einem Telekommunikationsanbieter. Seinen Job hat er für die Reise aufgegeben. «Ursprünglich war die Idee, dass wir auf der Reise hin und wieder arbeiten. Das haben wir dann nur in Taiwan gemacht. Wir waren aber auch nicht aufs Jobben angewiesen.»

Der Wunsch, etwas Neues zu machen, erleichterte es Fabienne, ihren Job als Dentalassistentin zu kündigen. «Ich hätte nach der Reise zu meinem früheren Arbeitgeber zurückkommen können, doch das wollte ich nicht.»

Für die Reise kündigen wollte auch Peter (IT). Doch der IT-Beratungsfirma, in der er damals arbeitete, lag viel daran, ihren Mitarbeiter zu behalten. Sie gewährten ihm unbezahlten Urlaub auf unbestimmte Zeit und zahlten für ihn weiterhin die Sozialversicherungen.

 

Welche Möglichkeiten bietet die CONCORDIA?

Porträtfoto von Peter Anderegg, Leiter Personal und Mitglied der Geschäftsleitung der CONCORDIA
Peter Anderegg, Leiter Personal und Mitglied der Geschäftsleitung der CONCORDIA

Dieser Frage sind wir im Gespräch mit Peter, Leiter Personal der CONCORDIA, nachgegangen.

«Es bestehen verschiedene Optionen, um eine längere Reiseauszeit nehmen. Jeder Weg hat seine Vor- und Nachteile beziehungsweise Aspekte, die berücksichtigt werden müssen. Beim Ferieneinkauf ändert sich für die Person zum Beispiel nichts an der Vorsorge oder Versicherung. Bei unbezahltem Urlaub ist es sehr wichtig, Themen wie Krankentaggeld, Nichtbetriebsunfallversicherung oder AHV aktiv anzugehen. Mitarbeitende sollten gut abwägen, welcher Weg für sie der richtige ist», erklärt Peter. «Eine frühzeitige Planung, zwölf Monate im Voraus, hilft enorm. Meine Empfehlung: Sucht das Gespräch mit eurer vorgesetzten Person und redet miteinander. Bei der CONCORDIA ermöglichen wir Reiseauszeiten gerne, wenn es geht.»

Reisen fördert die Offenheit für neue Erfahrungen, das über den Tellerrand schauen, was sich durchaus positiv im Job auswirkt.
Peter Anderegg, Leiter Personal, und Mitglied der Geschäftsleitung der CONCORDIA

Reisen: Eine Lücke im Lebenslauf?

 Zum A und O einer Bewerbung gehört ein lückenloser Lebenslauf, Mythos oder Wahrheit?

«Mythos. Eine Lücke im Lebenslauf wird dann suspekt, wenn nicht ersichtlich ist, was während dieser Zeit gemacht wurde. Reisen fördert die Offenheit für neue Erfahrungen, das über den Tellerrand schauen, was sich durchaus positiv im Job auswirkt», erklärt Peter.

Sollte man sich schon vor oder während der Reise um einen neuen Job kümmern? «Das ist sehr stark persönlichkeitsabhängig, je nachdem wie viel Sicherheit man braucht», so Peter, «Während der Reise zu schauen, würde ich weniger empfehlen. Erstmal reisen, dann zurückkehren und suchen oder aber zwischen zwei Jobs reisen.»

Wie haben es unsere Interviewpartnerinnen und -partner gemacht, die gekündigt hatten?

«Schon vor der Abreise hatte ich einen neuen Job. Mir war diese Sicherheit wichtig», berichtet Fabienne. Sebastian hat sich etwa drei Monate vor Reiseende so langsam um einen Job gekümmert. «Dass ich wieder zur CONCORDIA zurückkehren konnte, war ein glücklicher Zufall.» Carine und Fabian begaben sich erst nach der Reisezeit auf Jobsuche.

 

 Ferien: So läuft das bei der CONCORDIA

  • Ferien: Grundsätzlich bestehen je nach Alter fünf oder sechs Wochen Ferienanspruch.

  • Dienstaltersgeschenk: Zum 5-Jahr-Jubiläum kann zwischen zwei Wochen Ferien oder einem halben Monatslohn, zum 10-Jahr-Jubiläum, danach auch alle 5 Jahre, zwischen vier Wochen Ferien oder einem ganzen Monatslohn gewählt werden.

  • Ferieneinkauf: Mitarbeitende können pro Kalenderjahr eine oder zwei Wochen dazukaufen.

  • Unbezahlter Urlaub: kann beantragt werden.